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Nudeln kochen für Expertinnen und Experten

Warum werden Nudeln beim Kochen eigentlich weich? Was passiert im heißen Wasser? Und was haben ein Schwamm oder Wolle damit zu tun?

Die AES‑Gruppe der 8. Klassen besuchte mit Frau Aniol die Pädagogische Hochschule, um genau diesen Fragen nachzugehen. Unter der Leitung von Frau Dr. Kluß hatten Studierende verschiedene Gargrade von Farfalle – also Nudeln in Schmetterlingsform vorbereitet. Die Jugendlichen durften die Varianten testen und Hypothesen darüber aufstellen, warum sie sich unterschiedlich anfühlen, riechen und schmecken. Anschließend kochten sie selbst Farfalle unterschiedlich lang und konnten beobachten, wie sich Konsistenz und Geschmack verändern. Ihre Vermutung bestätigte sich: Je länger Nudeln im heißen Wasser bleiben, desto weicher werden sie.

Die Studierenden erklärten das Phänomen auch wissenschaftlich: In Nudeln steckt Mehl, und Mehl enthält zwei wichtige Bestandteile – Kohlenhydrate, genauer gesagt Stärke, und Proteine.

  • Stärke macht die Nudeln weich, weil sie viel Wasser aufnehmen kann – ähnlich wie ein Schwamm, der sich vollsaugt (der Tafeldienst weiß Bescheid!)
  • Proteine sorgen dafür, dass die Nudeln stabil bleiben und nicht auseinander fallen, vergleichbar mit Wolle, die ein netzartiges Gefüge bildet.

So lässt sich nachvollziehen, warum rohe Nudeln in der Packung fest und klein sind, nach dem Kochen aber weich und lecker werden.

Zum Abschluss konnten sich die Schülerinnen selbst überzeugen: Es gab perfekt gekochte Nudeln mit leckerem Pesto und selbst gemachter Tomatensoße. Die AES‑Gruppe war sich einig: Dieses SchmExperiment würden sie gerne wiederholen!